USA Westküste & Grand Canyon

Mai 2016

Drei Wochen USA – der Flug von Dresden nach San Francisco war gebucht und wir hatten für 16 Tage ein Mietauto reserviert. Die erste Unterkunft für die ersten vier Nächte in San Francisco hatten wir auch schon. Die anderen 15 Übernachtungen waren dann spontan. Es gab eine grobe Routenplanung, mehr nicht. Irgendwie war keine richtige Zeit und ein bisschen Abenteuer ist ja auch ganz spannend.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. (Außer vielleicht eine angebliche einmalige 11$ Autoversicherung bei Avis abzuschließen. Nie wieder!)

Wir sind über 4,5 Tausend Kilometer gefahren, haben so unterschiedliche Landschaften gesehen wie noch nie in einem Urlaub zuvor und haben sehr die gemeinsame Zeit genossen. Im Durchschnitt haben wir für eine Übernachtung 77$ inkl. Steuern (bzw. 70,00 €) gezahlt.

San Francisco – irgendwie haben wir uns die Stadt schöner vorgestellt, wir waren ein wenig enttäuscht. Klar die Golden Gate Bridge ist sehr beeindruckend und Alcatraz war auch sehr interessant, aber die Vorstellung von der Stadt war eine Andere. Vielleicht lag es auch am eher kühlen, regnerischen Wetter ;)

Nach drei Tagen Stadt und einem einigermaßen angepassten Zeitrhythmus ging es die California 1 und den Highway 101 runter Richtung Los Angeles. Auf der Strecke lohnt es sich beim Seal Elephant Vista Point anzuhalten. Robbe an Robbe, Seehund an Seehund, kaum ein paar Meter Sand waren zu sehen – sehr beeindruckend. Ebenso der McWay Wasserfall. Die Steilküsten und das satte Grün haben mich sehr an Irland erinnert.

In Los Angeles waren wir kurz am Walk of Fame und am Griffith Observatory, um das berühmte „Hollywood-Zeichen“ zu sehen. Danach ging es Richtung Joshua-Tree Nationalpark und man merkte schnell die Luftveränderung und die Wärme. In Oatman leben wilde Esel, die von den Touristen gefüttert werden. Über die historische Route 66 ging es dann zum berühmten Grand Canyon. Ich hab noch diese Stille in Gedanken, wenn ich daran denke, und diese Weite und Tiefe. Sehr faszinierend, vor allem der Sonnenuntergang und das Abendlicht, welches in die Schlucht drangen.

Am nächsten Morgen machte ich mich alleine – meine Jungs schliefen noch – zum Horseshoe Bend auf. Ich stand 5:30 Uhr an der Klippe des Colorado River und war von der Schönheit und dem Licht beeindruckt. Genau so toll war die geführte Tour durch den Lower Antelope Canyon.

Vom beeindruckenden Bryce Canyon sind wir zum Zion Nationalpark weitergereist. Für uns einer der Schönsten die wir gesehen haben. Weiter durch das Valley of Fire am Hoover Dam vorbei nach Las Vegas. Eine Stadt die laut, schrill und so künstlich ist, dass man nie wieder hin will. Einmal gesehen reicht.

Im Death Valley Nationalpark herrschten „angenehme“ 38°C. Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, die Hitze macht das Ganze aber unerträglich. Man ist froh im klimatisierten Auto sitzen zu dürfen. Die Landschaft war wieder sehr beeindruckend.

Wir wollten eigentlich danach zum Yosemite Nationalpark, nur war der Pass wegen Schnee noch gesperrt. Also sind wir zum Mono Lake und danach zur Geisterstadt Bodie gefahren. Beides wieder sehr sehenswert. Wir verbrachten einen Tag am Lake Tahoe und Emil war bei 8°C Wassertemperatur komplett im Wasser. Sehr mutig mein Sohnemann :)

Da die Mammutbäume im Yosemite Nationalpark noch bis 2017 nicht für Touristen zugänglich sind, sind wir zum Calaveras Big Trees State Park gefahren und wurden hier wieder nicht enttäuscht. Unbeschreiblich diese Größe.

Der Yosemite Nationalpark ist vor allem im Frühjahr sehr beliebt, da das Schmelzwasser für viele imposante Wasserfälle sorgt. Wir waren auch noch im Monterey Bay Aquarium, welches sich hervorragend für einen Familienausflug eignet. Den letzten Abend verbrachten wir in Santa Cruz.

Die drei Wochen waren wie im Fluge vorbei und jede Nacht in einem anderen Motel zu schlafen, war für uns die beste Methode. Wir hatten kurz über ein Wohnmobil nachgedacht, uns aber dann dagegen entschieden.

Ich kann nur jedem eine Reise an die Westküste der USA empfehlen. Die Landschaft ist so unglaublich vielfältig und man möchte jede Minute anhalten und fotografieren. Ich erinnere mich so gern an die Zeit zurück und bin glücklich so viele tolle Momente eingefangen zu haben.

Equipment
Canon 5D Mark III
Canon EF 50mm f/1.2 L USM
Canon EF 100mm f/2 USM
Canon EF 17-40mm f/4 L USM

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