Japan 2026

Juli 2026
Japan stand schon ewig ganz oben auf unserer Reise-Bucketlist. Wir wollten allerdings warten, bis die Jungs alt genug sind, um das Ganze richtig mitzuerleben. Diesen Juli war es endlich so weit: Direktflug von München nach Tokio. Nach sieben Stunden Zeitverschiebung landeten wir pünktlich um 6 Uhr morgens mitten im Abenteuer.
Tokio ist ein faszinierender Kontrast: laut, bunt, voller Leuchtreklamen – und im nächsten Moment wieder herrlich ruhig, sobald man in einen der Parks oder traditionellen Tempel abbiegt. Nach langen Tagen voller Eindrücke waren die hoteleigenen Onsen (heiße Thermalbäder) am Abend die absolute Rettung zum Entspannen.
Was sofort auffällt, ist die unglaubliche Sauberkeit und Ordnung. Mülleimer sucht man auf den Straßen vergeblich, denn hier nimmt einfach jeder seinen Abfall selbst wieder mit nach Hause. Geraucht werden darf im öffentlichen Raum so gut wie nirgends. Straßentiere gibt es praktisch keine; Hunde und Katzen sieht man fast nur in Tierhandlungen oder den typischen Tier-Cafés, was für uns ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig war. Die Menschen selbst sind durchweg unglaublich hilfsbereit, zuvorkommend und herzlich.
Kulinarisch war die Reise ein Volltreffer. Egal ob authentische Ramen, frisches Sushi und Sashimi oder unkomplizierte Klassiker wie Pizza, Burger, fluffiges Brot und süße Teilchen – die Qualität hat jedes Mal gestimmt. Dazu gab es hervorragenden Kaffee, traditionellen Grüntee und Matcha in wirklich allen erdenklichen Varianten.
Unsere Highlights in Tokio:
- Shibuya Kreuzung: Das organisierte Chaos
- Meiji-Schrein: Eine Oase der Ruhe mitten im Grünen
- teamLab Borderless: Ein digitales Kunstmuseum der Extraklasse
- Ghibli Museum: Traditionelles Filmhandwerk - Anime
- Shinjuku Gyoen: Wunderschöner Park für eine Pause vom Großstadttrubel
- Senso-ji & Asakusa: Traditionelles Tokio mit lebendigen Gassen
- Omoide Yokocho: Urige Atmosphäre in den schmalen Restaurant-Gassen
- Mount Takao: Perfekter Tagesausflug mit idyllischen Tempelanlagen in den Bergen.
- Akihabara: ein Paradies für Gaming-, Anime- und Manga-Fans voller bunter Spielhallen, mehrstöckiger Elektronikmärkte und Popkultur an jeder Ecke
Nach fünf Tagen voller Großstadt-Trubel hieß es für uns: Koffer packen und auf nach Fujiyoshida, um dem weltberühmten Mount Fuji endlich ganz nah zu sein. Und was soll man sagen? Wenn er sich nicht gerade schüchtern hinter einer dichten Wolkendecke versteckt, ist Japans höchster Berg mit seinen 3.776 Metern einfach nur atemberaubend und majestätisch.
Unsere Highlights rund um den Mount Fuji:
- Arakurayama Sengen Park: Die berühmte Pagode mit dem Fuji im Hintergrund
- Oishi Park: Herrlicher Blick über den Kawaguchi-See
- Kawaguchiko Tenjoyama Park: Mit der Seilbahn nach oben für ein fantastisches Panorama
- Fujiyoshida Retro Shopping Street: Die fotogene Straße mit authentischem Retro-Flair
- Kitaguchi Hongu Fuji Sengen Shrine: Ein stimmungsvoller, uralter Schrein
Nach diesem Natur-Kontrastprogramm ging es für uns super entspannt mit dem Shinkansen weiter nach Kyoto. Und wie es sich für eine echte japanische Zugfahrt gehört: natürlich standesgemäß mit einer leckeren Bento-Box im Gepäck.
Kyoto war einst das kaiserliche Herz Japans – und genau diesen historischen Zauber spürt man bis heute an jeder Ecke. Statt riesiger Wolkenkratzer prägen traditionelle Holzhäuser (Machiya) und unzählige Tempel das Stadtbild. Besonders am Abend entfaltet Kyoto eine magische Stimmung: Wenn die typischen Papierlaternen mit ihren japanischen Schriftzeichen vor den schmalen Holzschiebetüren leuchten, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Mit etwas Glück erhascht man in den Gassen sogar einen flüchtigen Blick auf eine echte Geisha in ihrem kunstvollen Kimono. Dazwischen laden traditionelle Restaurants, gemütliche Cafés und kleine Läden für feines Kunsthandwerk zum Entdecken ein.
Ein ganz besonderes persönliches Highlight war für mich die „Kissako Zen and Tea Experience“ im Shunkō-in-Tempel bei Zen-Priester Takafumi Zenryu Kawakami. Eine wunderbare, entschleunigende Erfahrung, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.
Unsere Highlights in Kyoto:
- Unser Hotel – BnA Alter Museum: Ein geniales Art-Hotel, in dem jedes Zimmer von Künstlern gestaltet ist
- Nishiki-Markt: „Kyotos Küche“ – perfekt zum Durchschlendern, Probieren und Staunen
- Kiyomizu-dera Tempel: Spektakulär an den Berghang gebaut mit einer riesigen Holzterrasse und traumhaftem Blick über die Stadt
- Ninenzaka: Wunderschöne, gepflasterte Fußgängerzone mit klassischem Altstadt-Flair
- Gion: Das berühmte Geisha-Viertel mit seinen malerischen Holzhäusern und stimmungsvollen Gassen
- Fushimi Inari-Taisha: Der weltbekannte Schrein mit seinen Tausenden leuchtend roten Torii-Toren, die sich den heiligen Berg hinaufschlängeln.
- Shunkō-in-Tempel: Authentische Zen-Meditation und Teekultur abseits des großen Massentourismus.
- Yasaka-Schrein: Ein lebendiger Schrein mitten im Zentrum, der vor allem abends im Schein der unzähligen Laternen wunderschön ist
Osaka bildete den krönenden Abschluss unserer Reise. Auf den ersten Blick erinnert die Stadt an Tokio – modern, lebendig und voller beeindruckender Hochhäuser. Den mit Abstand spektakulärsten Rundumblick hatten wir vom Umeda Sky Building: Die freischwebende Rolltreppe und die Aussichtsplattform unter freiem Himmel sind schlicht atemberaubend. Gleichzeitig hat Osaka aber seinen ganz eigenen, herrlich lockeren Vibe.
Unsere Highlights in Osaka:
- Umeda Sky Building: Architektur der Extraklasse und eine Aussicht, die man so schnell nicht vergisst
- Osaka Castle: Beeindruckende Burganlage mit weitläufigem Park – ein toller historischer Kontrast zur modernen Skyline.
- Kuromon-Markt: Das Paradies für Streetfood-Fans
- Dotonbori: Das bunte, schrille Herz Osakas mit gigantischen Leuchtreklamen und riesigen, animierten Figuren an den Fassaden.
- Minoh-Wasserfall: Ein wunderschöner, ruhiger Ausflug ins Grüne durch ein bewaldetes Tal
- Nerd-Paradies pur: Unzählige Stores rund um Pokémon, Studio Ghibli, Kirby und Anime
- Dotonbori Kamukura Shinsaibashi Nagahori: Die besten Ramen in Osaka
Eines steht für mich jedenfalls fest: Wir kommen definitiv wieder. Die herzliche Kultur, die Ruhe der Tempel und der Einblick in den Buddhismus haben mich tief beeindruckt. Nur eines würden wir anders machen: Den Hochsommer tauschen wir beim nächsten Mal gerne ein. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit im Juli waren wirklich intensiv. Unsere nächste Japan-Reise startet garantiert im Frühling zur berühmten Kirschblüte oder im Herbst zur bunten Laubfärbung.


































































































































































































































































































































































































































































































































